PROJEKTPARTNER:
Unser Netzwerk für eine gemeinsame liturgische Identität

Die „Initiative Ökumenisches Stundengebet“ ist ein ökumenisches Netzwerk für liturgische Spiritualität. Folgende Partner bringen ihre Perspektiven, Kompetenzen und Erfahrungen ein:


Abtei und Gymnasium St. Stephan, Augsburg
Ansprechpartner: Abt Theodor Hausmann OSB | www.st-stephan.de

„Wir experimentieren mit Gebetszeiten für Schüler. Und die jungen Leute bringen frischen Wind in unsere alten Horen! Deshalb sind wir neugierig, welche Erfahrungen andere mit neuen Zielgruppen gemacht haben und können selbst bereits so manches über eine jugendgemäße Gestaltung berichten.“


Alt-Katholische Stiftung Namen-Jesu-Kirche, Bonn
Ansprechpartner: Michael N. Schenk, rector ecclesiae | www.stiftung-namen-jesu-kirche.de

"Unser geistliches Gasthaus mitten in der City ist offen für alle Menschen,
an deren Weg es liegt. Und es birgt eine kleine ökumenische Besonderheit:
Von unseren römisch-katholischen Vorgängern haben wir das wöchentliche Bonner
Abendlob geerbt und pflegen es unverändert weiter! Mitten im Alltag mit
Passanten beten, ohne nach ihrer Kirchenzugehörigkeit zu fragen - über diese
Erfahrung möchten wir uns im Netzwerk austauschen."


Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD)
Ansprechpartnerin: OKR Christine Jahn | www.velkd.de

"Der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands liegt es am Herzen, tradierte liturgische Formen für die Gegenwart zu erschließen. Aus Überzeugung pflegt sie auch die Ökumene, sucht das Verbindende und freut sich am Anderen. Im Ökumenischen Stundengebet kommen somit Grundanliegen der VELKD zusammen."


Burg Rothenfels
Ansprechpartner: PD Dr. Achim Budde | www.burg-rothenfels.de

„Das Stundengebet kenne ich aus meiner wissenschaftlichen Arbeit und vom Bonner Mittagsgebet, das seit immerhin acht Jahren täglich ehrenamtlich durchgeführt wird. Hier auf der Burg sind die Rahmenbedingungen wieder ganz anders. Mir schwebt ein Netzwerk vor, das die Kräfte und Ideen bündelt, um das Gebet in ganz unterschiedlichen Kontexten zu erleichtern.“


Citypastoral am Bonner Münster
Ansprechpartner: Stadtdechant Wilfried Schumacher | www.bonner-muenster.de

„Seit 2004 ist das Bonner Mittagsgebet ein Angebot für den Menschen, der in der City lebt oder arbeitet, einkauft oder studiert, und stellt sich auf seinen Rhythmus ein: eine kurze Auszeit mit Gebet, Gesang, Gottes Wort, Stille. Gottesdienst, der in den Alltag passt. Der Hochchor der Münster-Basilika bietet mit dem Chorgestühl, den Fresken und der Akustik ein großartiges Setting dafür. Ein Heftchen mit allen Gebeten und Liedern macht das Mitbeten und Mitsingen leicht. Längst ist das Bonner Mittagsgebet zum Modell für andere geworden, erlebt aber auch selbst einen ständigen Wandel.


Communität Casteller Ring auf dem Schwanberg
Ansprechpartnerin: Sr. Dorothea Krauß | www.schwanberg.de

„Als klösterliche Gemeinschaft feiern wir das Stundengebet gemeinsam mit den ständig wechselnden Gästen unserer Tagungshäuser. Das macht Hilfen und bewusstes Singen notwendig. Ich möchte gerne die tiefe Bedeutung der Melodien und ihre Wurzeln in der Gregorianik vermitteln und einüben.“


Deutsches Liturgisches Institut, Trier
Ansprechpartner: Prof. Matthias Kreuels | www.liturgie.de

„Mich interessieren die konkreten Erfahrungen vor Ort, um gelungene Modelle aufzuspüren und zur Nachahmung zu empfehlen. Als leidenschaftlicher Kirchenmusiker kann ich neue Lieder vorstellen. Je nach Interesse der Teilnehmenden trage ich gerne zur gesanglichen Schulung und zum Ausbau des Reper­toires bei.“


Evangelische Leonhardsgemeinde, Stuttgart
Ansprechpartner: Reinhard Brandhorst | www.evangelische-messe-in-stuttgart.de

„In unserer City-Kirche feiern wir regelmäßig donnerstags einen ökumenisch offenen Abendgottesdienst, wöchentlich im Wechsel von Abendmahlsfeier und Stundengebet mit gregorianischen Gesang. Inhaltlich folgen wir dem Kirchenjahr, auch mit besonderen Gestaltungen (Reisesegen, Bußfeier mit Aschezeichen etc.). Im Miteinander aller Versammelten mit den verschiedenen Diensten kann sich jedermann so beteiligen, wie es ihr/ihm entspricht. Wir können langjährige Erfahrungen in das Projekt einbringen und hoffen auf Bereicherung durch Versuche andernorts.“


Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt
Ansprechpartnerin: Dr. Irene Mildenberger | www.augustinerkloster.de

„Wir halten täglich zwei Gebetszeiten, geleitet von Ehrenamtlichen. Zu den Beterinnen und Betern aus Erfurt kommen Gäste aus aller Welt, eine täglich wechselnde Gemeinde. Besonders wichtig ist mir der Dienst der Fürbitte für andere, jeden Mittag beten wir für Anliegen von unserer Fürbittwand.“


Evangelische und katholische Kirchengemeinde Hilpoltstein
Ansprechpartnerin: Katharina Wagner | Kontakt

„Seit 15 Jahren feiern wir jeden Montagmorgen ein ökumenisches Stundengebet. Es wurde von Laien initiiert und wird auch fast ausschließlich von ihnen gestaltet und geleitet. Viele der selbst erstellten Vorlagen wurden auch schon an anderen Orten verwendet. Durch die regelmäßige Begegnung, das gemeinsame Beten und Singen und die ganz unterschiedlichen Glaubenszeugnisse des jeweiligen Leiters, der jeweiligen Leiterin, wird die eine Kirche Jesu Christi für die TeilnehmerInnen schon heute ganz konkret erfahrbar.“


Evangelische und katholische Kirchengemeinden der Stadt Vogtsburg im Kaiserstuhl
Ansprechpartner: Walter Ruf | www.seelsorgeeinheit-vogtsburg.de/tagzeitenliturgie

„Zwanzig Jahre besteht die Tradition des Oberbergener Abendlobs in St. Mauritius. Seit 2013 feiern dort Christen aus der katholischen Seelsorgeeinheit und den beiden evangelischen Kirchengemeinden der Stadt vor Weihnachten und Ostern wöchentlich ein Vogtsburger Abendlob als Ökumenisches Stundengebet. Außerdem kommen vor allem junge Christen alle zwei Monate am Sonntagabend zu einer Taizé-Lichter-Feier zusammen. Wie bei den ökumenischen Gebetszeiten der Kirchen- und Katholikentage trägt die bewährte Gestaltung auch in der Stadt Vogtsburg dazu bei, dass Christen beider großen Konfessionen bei unseren Tagzeiten gleichermaßen liturgische Beheimatung empfinden.“


Forum Studienjahr Jerusalem e. V.
Ansprechpartnerin: Saskia Lieske | www.studienjahr.de

„Als Studentinnen und Studenten des Theologischen Studienjahres Jerusalem kennen wir alle das benediktinische Stundengebet aus der Dormitio Abtei. Auf unseren Jahrestreffen und Exkursionen – sei es in Trier, auf Burg Rothenfels oder in Beirut – haben wir dann gerne die Hefte des Ökumenischen Stundengebets verwendet: Das greift benediktinische Beheimatung auf, ist aber stilistisch vielfältiger. Viele Theologinnen und Theologen aus unserem Kreis verwenden solche Vorlagen bei Gelegenheit auch für die Arbeit in ihren Gemeinden.“


Katholische Kirchengemeinde St. Josef, Calw
Ansprechpartner: Pfarrer Hans-Georg Unckell | www.st-josef-calw.de

„Zum Morgenlob versammeln wir uns jeden Montag in Heilig Kreuz und jeden Dienstag in St. Josef. In den geprägten Zeiten gibt es zusätzlich das Abendlob in einigen Ortsteilen. Dabei erleben wir Gebetsgemeinschaft über die Grenzen von Konfessionen und Kulturen hinweg. Die katholische Kirchengemeinde hat gerade im Nordschwarzwald einen großen Anteil an muttersprachlichen Christen, also Menschen anderer Nationalität, und im Stundengebet gelingt ein gutes Miteinander.“


Katholisches Bibelwerk e. V.
Ansprechpartnerin: Helga Kaiser | www.bibelwerk.de

"Das Katholische Bibelwerk bietet Unterstützung, die biblischen Texte für die Leser/innen von heute zu öffnen und erfahrbar zu machen – auch, damit die Grundlagen unserer Kultur verständlich werden. Im Stundengebet werden Psalmen und andere Texte der Bibel lebendig: Sie beginnen zu atmen wie sonst selten im liturgischen Leben der Kirche. Das Stundengebet gibt den biblischen Erfahrungen eine klingende und berührende liturgische Form, ruhend auf einem wertvollen Fundament.“


Kloster Frenswegen
Ansprechpartnerin: Dr. Stephanie van de Loo | www.kloster-frenswegen.de

„Unser ‚Frenswegener Abendgebet‘ feiern wir fast täglich mit Gästen unseres Tagungshauses und Menschen aus der Umgebung. Sechs Konfessionen sind an der Stiftung Kloster Frenswegen beteiligt: Reformierte und Lutheraner, Baptisten und Katholiken, Herrnhuter und Altreformierte prägen das Haus. Deshalb suchen wir eine ökumenische Form des Gebets, die für alle Traditionen Vertrautes enthält und gleichzeitig Raum lässt für eigene Akzente.“


Kloster Mariensee
Ansprechpartnerin: Äbtissin Bärbel Görcke M. A. | http://www.kloster-mariensee.de/

„In unserem Kloster fließt seit 800 Jahren der Strom des Gebets: zuerst durch Frauen, die nach den Regeln der Zisterzienserinnen lebten; seit Einführung der Reformation durch den evangelischen Konvent und die Kirchengemeinde. Wir sind also gewissermaßen ein natürlicher Ort des Ökumenischen Stundengebetes! Dabei teilen wir besonders das Anliegen, Gebete zu entwickeln, die zum Anlass und zur versammelten Gemeinde passen.“


Liturgieschule Mannheim
Ansprechpartnerin: Pastoralreferentin Sabine Müller
Liturgieschule (bitte auf der Seite "Über den Tellerrand" hinunter scrollen!)

„Unser Anliegen ist es, die spirituellen Schätze des Gottesdienstes zu entdecken: in der Feier der Liturgie dem eigenen Glauben neu auf die Spur zu kommen, ihn zu vertiefen und Nahrung zu finden. Diese Aufgabe macht mich neugierig, wie andere den Gottesdienst individuell erleben und wie darin auch Glaubensgemeinschaft wieder neu erfahrbar werden kann.“


Liturgiewissenschaftliches Institut der VELKD, Leipzig
Ansprechpartner: Christian Lehnert | www.velkd.de/leipzig

"Das Stundengebet habe ich in unterschiedlichen Kontexten als Chance erlebt, die Eindimensionalität des Alltags aufzubrechen und ohne viel Aufwand geistliche Gemeinschaft zu gestalten. Als Dichter interessiert mich vor allem das Zwischenreich von Sprache und Gesang, das die Tradition des Stundengebetes prägt und tief berühren kann."


Magnificat – Das Stundenbuch
Ansprechpartner: Dr. Johannes Uphus | www.magnificat-das-stundenbuch.de

Ich sehe im Stundengebet eine Schnittstelle christlicher Spiritualität: zwischen den einzelnen Glaubenden mit ihrer Lebenssituation, ihrer persönlichen Gottesbeziehung – und der Hoch-Zeit der sonntäglichen Eucharistiefeier, in der die Gemeinde die Menschwerdung Jesu Christi hier und heute feiert. Im Stundengebet erfährt jede(r) Einzelne: Meine Stimme zählt. Wer miteinander Psalmen rezitiert, versetzt sich in deren messianische Welt. Im gemeinsamen Loblied auf Gott lässt sich erfahren: Hier wird unsere Wirklichkeit von seiner Wirklichkeit durchdrungen. Wir leben im Bund.“


Melanchthon-Kirche Berlin-Spandau
Ansprechpartner: Pfarrer Jens Jacobi | www.melanchthon-kirche.de

Stundengebet in einer durchschnittlichen evangelischen Großstadt-Gemeinde zu feiern, ist eine Herausforderung. Ehrenamtliche haben bei uns aus einem Projekt für ein paar Wochen ein regelmäßiges Angebot werden lassen. Sie tragen unsere Gebetstreffen. Ihre Wünsche und Fähigkeiten bestimmen die Gestalt des Gebets. Wir sind weiter auf der Suche nach den liturgischen Formen und Texten, die zu uns passen und freuen uns über den Austausch darüber.


Ökumenisches Zentrum sanctclara
Ansprechpartner: Petra Heilig & Dr. Joachim Vette | www.sanctclara.de

„Auf drei Säulen gründet unser Ökumenisches Bildungszentrum sanctclara: Ökumene, Bildung, Spiritualität. Zu unserer Bildungsarbeit gehört die Suche nach Ausdrucksformen der Frömmigkeit, die  aus dem reichen Schatz unserer christlichen Traditionen gespeist werden. Wir möchten Liturgien und unterschiedliche Formen des Gebets erkunden und gestalten, weil ökumenisches Miteinander davon lebt. Jeden Mittwoch feiern wir ein Mittagsgebet und kommen anschließend zum Suppe-Essen zusammen. In Zukunft wollen wir die Stundengebete im Haus weiter ausbauen.“


Seminar für Liturgiewissenschaft, Bonn
Ansprechpartner: Prof. Dr. Albert Gerhards | http://www.liturgie.uni-bonn.de

Gemeinsames Stundengebet und Ökumene sind mir in Theorie und Praxis seit Jahrzehnten ein großes Anliegen. Unser Lehrstuhl steht mit seiner Fachkompetenz beratend zur Verfügung, wenn Mitglieder der Initiative Ökumenisches Stundengebet Fragen an die Liturgiewissenschaft haben. Umgekehrt sind wir sehr daran interessiert, aktuelle Entwicklungen im realen gottesdienstlichen Leben vor Ort mitzubekommen – auch um sie wissenschaftlich auswerten zu können.“

Te Deum – Das Stundengebet im Alltag
Ansprechpartner: Sr. Charis Doepgen OSB & P. Johannes Naton OSB | www.maria-laach.de/te-deum/

„Stundengebet ist eine urchristliche  Praxis, in der die Psalmen und andere Bibeltexte im lebendigen Gebrauch zu seelischem Schwarzbrot für alle Getauften werden. Seit mehr als 10 Jahren bietet unsere Gebets-Schrift Te Deum Tag für Tag Morgen- und Abendgebete, alte und neue Hymnen,Texte für die geistliche Lesung, dazu Impulse und Aufsätze. Dieses Angebot wird von immer mehr Menschen verschiedener Konfession in ganz Deutschland und darüber hinaus angenommen. Wir glauben, dass für die Zukunft der Kirchen ein biblisches, christozentrisches, ökumenisches Beten mitten im Alltag und  in der Welt ein großer Schatz ist.“