DigitaleAktivitaeten

Mehr zum Fediverse

Der nichtkommerzielle Ansatz für soziale Medien im Internet lebt von einer Vielzahl von Servern, die miteinander sprechen, das technische Wort dafür ist föderieren. So ist das Kunstwort Fed(erated Un)iverse entstanden. Die dabei genutzten Softwarelösungen haben keinen Algorithmus, der Beiträge empfiehlt. Das lässt einen offeneren Austausch entstehen.

Anders als bei den kommerziellen Plattformen, die sich voneinander abschotten, ist es im Fediverse auch möglich, dass unterschiedliche Plattformkonzepte miteinander kommunizieren. Diese unterschiedlichen Konzepte sind ja mit den Anliegen verbunden, die Menschen dazu bringen, sich in einen sozialen Medium einzubringen. Diese unterscheiden sich, je nach dem, ob es

  • um Bilder
  • um Videos
  • um Audiobeiträge und Musik
  • um kurze Texte
  • um Kurz- oder Lang-Nachrichten

geht oder um weitere Themen aus dem Netz. Bei den kommerziellen Plattformen ist es nicht vorgesehen, dass jemand, der auf einer Plattform für Bilder (u.a. der Fokus von Instagram) jemandem auf einer Plattform für Kurzvideos (u.a. der Fokus von TikTok) folgt. Das ist im Fediverse anders. Hier ein Überblick über einige der aktuell verfügbaren Softwarelösungen im Fediverse mit ihrem jeweiligen Fokus, und kommerziellen Softwarelösungen mit ähnlichem Schwerpunkt.

DienstschwerpunktFediverse Softwarekommerzielle Software
KurznachrichtendienstMastodon(X früher Twitter)
LangnachrichtendienstFriendica, Sharkey(Facebook)
FotoplattformPixelfed(Instagram)
VideoplattformPeerTube(youTube)
VeranstaltungstermineMobilizon 
BlogswriteFreely 
BuchbesprechungenBookWyrm 
ForenLemmy(reddit)
PodcastsCastoPod 
MusikFunkwhale 
KurzvideosLoops(TikTok)

Außerdem kann auch die Software WordPress, die die Grundlage für viele Blogs und Internet-Seiten ist, im Fediverse kommunizieren. Das illustriert dann diese Graphik etwas:

Bei der Software Mastodon, die von dem Server genutzt wird, den wir für unsere Präsenz im Fediverse ausgewählt haben, gibt es nur eingeschränkte Möglichkeiten etwas mit eigenem Kommentar versehen zu teilen (d.h. dort zu zitieren). Dadurch entsteht ein deutlich entspannteres Miteinander.
Die Stimmung der Kommunikation beschreiben Umsteigende von den kommerziellen digitalen Plattformen als ruhiger, konstruktiver.

Mehr zu dem Hintergrund des Fediverse finden Sie z.B. unter https://joinfediverse.wiki/ (ganz unterschiedliche Themen sind dort zusammengetragen), der Seite https://fediversum.info/ (die eine ähnliche Intention wie diese Seite hat und es ausführlicher entfaltet) oder auf der Seite https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/fediverse

Anders als die digitalen Plattformen sind die öffentlichen posts im Fediverse über eine Internetadresse sichtbar. D.h. nur um die Posts zu sehen, brauchen Sie kein eigenes Konto auf einem der vielen Server. Es ist möglich, die Posts über einen Newsfeed zu abonnieren. Dazu gibt es RSS-feeds. Wenn Sie sich damit und den entsprechenden Readern noch nicht auskennen, können Sie über diese Seite mehr dazu erfahren: https://www.rss-readers.org/

Ein eigenes Konto einrichten

Mit einem eigenen Konto ist es mehr möglich. Sie können dann Beiträge kommentieren, favorisieren und teilen. https://fediverse.ebildungslabor.de/ als selbstorganisierte Mini-Fortbildung stärkt dafür den Rücken.

Starthilfe für ein eigenes Konto gibt auch https://start.libori.social/ ein Server aus dem katholischen Umfeld, wobei die dort aufgeführten Infos überwiegend auch für andere christliche Server als Libori.social gelten

Eine gute Übersicht findet sich auch in diesem Beitrag für die Kirchenzeitung der evangelischen Kirche Mitteldeutschlands https://www.meine-kirchenzeitung.de/rudolstadt-saalfeld/c-kirche-vor-ort/die-digitale-kirche-im-socialweb_a75202#

Mit einem eigenen Konto können Sie z.B. sich beim digitalen Morgengebet auf https://kirche.social/@morgengebet einbringen.

Oder eine digitale Kerze anzuzünden als #FediLicht @kerze@libori.social

Einiges von diesen Gedanken ist in einem kurzen Flyer zusammengefasst, der motivieren will, sich mit einem eigenen Konto ins Fediverse zu begeben und sich so mit anderen zu verbinden, ohne gleich mit eigenen Daten bzw. dem Empfangen von Werbung ,bezahlen‘ müssen.

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